Logistischer Jahresrückblick 2021

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und ich würde diese Gelegenheit gerne nutzen um das Jahr aus logistischer Sicht Revue passieren zu lassen.

  • Bedingt durch den Brexit und dem anfallenden Zoll brachen im Januar die UK-Exporte um 68% ein. Im Laufe des Jahres erholte sich der Markt wieder.
  • Die „Ever Given“ des japanischen Unternehmens Shoei Kisen Kaisha hatte im März eine Woche lang den Suez Kanal blockiert, indem es sich an beiden Uferseiten verkeilte. Die Sperrung einer der wichtigsten Handelsrouten zog Kosten von schätzungsweise sechs bis zehn Milliarden Dollar nach sich.
  • Im April zeigte der Handelsindikator des Instituts für Weltwirtschaft eine Zunahme der deutschen Exporte an. Das ist eine leichte Steigerung im Vergleich zu den Vormonaten.
  • Im Mai wurden neue Reifenlabels für LKW-Reifen eingeführt. Ab jetzt muss jedes Reifenlabel eine eindeutige Kennung aufweisen und es enthält einen QR-Code, der einen Zugriff auf Produktdetails ermöglicht.
  • Am französischen Oberrhein startete im Juni ein neues trimodales Terminal. Das Terminal liegt in Lauterburg und ermöglicht eine um jährlich 80.000 TEU gesteigerte Umschlagskapazität in der Region zwischen Straßburg und Karlsruhe.
  • Zum Beginn des dritten Quartals sinkt das Volumen des globalen Güterhandels um 1 Prozent im Vergleich zu Juni. Das ist der erste Einbruch, seitdem sich der Güterhandel von der Corona-Pandemie erholt hatte.
  • Drei Tage lang hatten im August bundesweit Lokführer im Personenverkehr gestreikt. Die GDL und die Deutsche Bahn hatten sich anschließend auf eine Lohnerhöhung von 3,2% geeinigt.
  • Bedingt durch die Corona-Krise hatte Niedersachsen das Fahrverbot für LKWs an Sonntagen ausgesetzt. Seit September ist das Verbot wieder aktiv.
  • Laut DVZ-Umfragen aus Oktober stockte die Produktion durch einen Mangel an Vorprodukten. Damit einher geht eine Preissteigerung, die nicht nur Güter, sondern auch Dienstleistungen betrifft.
  • Das Bundesamt für Güterverkehr hat die Antragsfrist im Förderprogramm Abbiegeassistenzsysteme im November um sechs Wochen verlängert. Die freiwillige Nachrüstung soll die allgemeine Verkehrssicherheit erhöhen sowie Unfälle mit schwächeren Verkehrsteilnehmern verhindern.

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