Fernweh im Fernstudium…? Wie läuft denn ein Fernstudium momentan so ab?

Nach nun einem Jahr der Pandemie haben sich die Ansichten bezüglich der persönlichen Weiterbildung etwas verändert. Man hat die ersten Erfahrungen hinsichtlich des Online-Unterrichts bzw. von online durchgeführten Seminaren mitgemacht. Ich werde regelmäßig gefragt, wie denn so ein Fernstudium abläuft und wie es sich besonders innerhalb dieser speziellen Zeit umsetzen lässt.

Die Vorteile eines Fernstudiums liegen klar auf der Hand, bspw.:

  • Eigenständige Einteilung der Studieneinheiten nach Zeit und Bedarf.
  • Vollzeit- oder Teilzeitjobs sind nebenbei weiterhin möglich.
  • Man ist unabhängig vom Lernort.
  • Termine für die Prüfungsleistungen können selbst bestimmt werden.
  • Lernaufwand kann eigenständig gestaltet werden ohne dem ständigen Druck ausgesetzt zu werden.
  • Keine ständigen Fahrtwege zur Universität oder Bibliothek.

Natürlich gibt es auch entsprechende Nachteile, aber dafür sucht sich ja schließlich jeder selbst das heraus, was seiner Situation am meisten entspricht.

Wie hat sich nun das Fernstudium verändert oder auf diese Situation angepasst?

In den Studiengängen die ich besucht habe war es üblicherweise so, dass ich meine Klausuren an den jeweiligen Standorten in Präsenz schreiben musste. Durch die Pandemie hat sich das insofern verändert, dass nicht nur Klausuren online angefertigt werden, sondern auch die für die Studieneinheiten benötigten Seminare.

Klausuren werden bspw. als Open-Book-Klausuren (OBK) geschrieben. Hierzu hat man drei Stunden Zeit an dem vorgegebenen Prüfungstermin seine Klausur online zu bearbeiten. Die Klausur wird zu Beginn der Klausurzeit auf die Minute genau als Download zur Verfügung gestellt und ab dann läuft die Zeit!

Viele könnten jetzt denken, dass das ja super einfach abläuft und man dann ganz einfach alles irgendwo herzaubern, kopieren und einfügen kann. Doch so leicht macht es einem die Universität zum Glück nicht. Es gibt genug Programme, die eine Plagiatsprüfung ermöglichen und solche erschummelten Situationen ausschließen können.

Die Seminare online durchzuführen war bislang auch kein großes Problem, im Gegenteil. Andere Kommilitonen freuten sich eher über die Tatsache, dass man keine lange Anreise gehabt hätte und das selbst online die Seminare soweit ganz gut umgesetzt worden sind.

Ich persönlich kann die derzeitige Umsetzung befürworten und nutze die Situation um schneller mit dem Studium voranzukommen, indem ich mich intensiver auf die Klausuren vorbereite, mein Wissensportfolio erstelle und dann mehrere Klausuren in kürzerer Zeit hinter mich bringe.

Egal wie schlecht jede Situation auch aussehen mag, es ist stets eine Frage der Perspektive und eigentlich gilt es doch, dass man stets das beste aus einer Situation macht, oder?

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