Logistik und klimaneutral – geht das?

Erst vor einigen Tagen wurde die Klimakonferenz in Glasgow für beendet erklärt, doch der Klimawandel und die suche nach Lösungen, um diesen entgegen zu steuern geht weiter. Ein Thema, das in diesem Zusammenhang häufig erwähnt wird ist das Verbot von Verbrennungsmotoren. Die EU möchte bis 2035 alle Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren verbannt haben. Bis 2030 sollen mehr als die Hälfte aller verkauften Neuwagen keinen Verbrennungsmotor mehr besitzen. Doch ist das wirklich die Lösung? Was passiert mit den Menschen, die auf ein Auto mit Zugkraft angewiesen sind? Ich spreche hier nicht von dem halbjährlichen Ausflug zur Mülldeponie, sondern von Menschen die mit dem Wohnwagen regelmäßig in den Urlaub fahren oder Tierbesitzer, die in medizinischen Notfällen auf ein Auto mit genügend Zugkraft angewiesen sind.

Gute Chancen bestehen für den Straßengüterverkehr. Laut der Boston Consulting Group fahren bis 2030 ca. 35% der LKW bis 6 t und 26% der LKW über 15 t mit alternativen Antrieben. Darunter fallen Erdgas, Wasserstoff-Brennzellen und der Batteriebetrieb. Letztes eignet sich vor allem für Kurzstrecken. (Quelle: Wirtschafts-Woche). Alle Antriebsweisen bringen Vor- und Nachteile mit. Erdgas ist zwar sauberer als andere fossile Brennstoffe, setzt jedoch bei seiner Verbrennung Methan und Kohlendioxid frei. Wasserstoff ist je nach Art des Wasserstoffes deutlich klimafreundlicher. Dies gilt jedoch nur bei grünem Wasserstoff, der aus erneuerbaren Energien wie Wind- oder Wasserkraft hergestellt wird. Vorteilhaft ist die hohe Energiedichte von Wasserstoff, ein Kilogramm liefert drei Mal so viel Energie wie ein Kilogramm Erdöl. Bei allen Antriebsweisen muss eine gute Infrastruktur gewährleistet sein. Besonders bei Langstrecken wäre eine länderübergreifende Infrastruktur unabdingbar. Allerdings wiegt eine Batterie, die auf circa 800 km pro Tag ausgewählt ist 6-7 t. Technisch wäre dies möglich, ökologisch wäre es auch, aber nicht mehr ökonomisch.

Mehrere Unternehmen arbeiten bereits an ihrer Version des LKW  der Zukunft. Darunter Daimler und Tesla.

Unter dem Namen „Future Truck 2025“ testet bereits 2014 Daimler seinen neuen, autonom fahrenden LKW. Ob und wann dieser das erste Mal auf der Straße zu sehen sein wird ist noch unbekannt. (Quelle: Daimler)

Drei Jahre später stellte Tesla sein Modell „Semi“ vor. Die Versprechen: 50% günstiger als ein Diesel-LKW und es sei der sicherste LKW, der jemals gebaut wurde. Die technischen Daten sprechen für sich. In 0 auf fast 100km/h in 20sec, bis zu 800 km Reichweite und einem Preis von umgerechnet 160.000 €.

Quellen:

https://www.wiwo.de/unternehmen/auto/studie-zur-zukunft-der-nutzfahrzeuge-auch-lkw-fahren-bald-elektrisch-und-autonom/25118484.html

https://www.daimler.com/innovation/autonomes-fahren/mercedes-benz-future-truck.html

https://www.tesla.com/tesla_theme/assets/img/_vehicle_redesign/roadster_and_semi/semi/road.jpg

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